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Krankte bereits Electronic Zoos Weltenretter-Epos "Eco Phantoms" an bösen Mängeln in der Ausführung, so hat sich jetzt auch noch ihr neuer Hirntrainer mit diesem Leiden infiziert – eine Epidemie?

Ball game Bis zu vier Gerhirnakrobaten dürfen gegeneinander antreten, und zwar auf einem Brett mit 64 unterschiedlich markierten, weil verschiedenwertigen Quadraten. Jeder steuert nun reihum seine farblich gekennzeichnete Spielfigur: Wer auf ein freies Nachbarfeld zieht, erschafft damit auf dem Ausgangspunkt ein Kügelchen in seiner Farbe und heimst dafür soviele Punkte ein, wie das entsprechende Quadrat eben wert ist. Die andere Zugmöglichkeit wäre ein Sprung über zwei Felder, wodurch sich in der Nachbarschaft des Ziels alle gegnerischen Bälle in eigene verwandeln.

Da man sich also immer nur in einem Radius von maximal zwei Feldern bewegen kann, die noch dazu unbesetzt sein müssen, ist "Zugnot" nicht ausgeschlossen. Dann hilft nur noch eine Blind-Teleportation (Ziel unbekannt), was aber gerade zwanzigmal erlaubt ist – sobald das Kontingent ausgeschöpft wurde, ist Sense! Somit ist Vorsicht angesagt, denn immerhin wollen 100 Level mit diesem Vorrat überstanden sein.

Grafisch ist die "Ballerei" dank ein paar kleiner Animationen gerade noch erträglich; Musik und FX hören sich ziemlich quäkig an. Die umständliche, weil indirekte Steuerung funktioniert noch am besten mit dem Mäuschen, aber sobald mehr als zwei Teilnehmer am Werk sind, ist ohnehin alles egal – dann können nämlich die Farben kaum noch unterscheiden werden. Schade um die ordentliche Idee! (jn)

Amiga Joker, September 1991, p.52

Amiga Joker
The Ball Game
Grafik: 38%
Sound: 36%
Handhabung: 40%
Spielidee: 61%
Dauerspaß: 42%
Preis/Leistung: 40%

Red. Urteil: 42%
Variabel
Preis: ca 59,- dm
Hersteller: Electronic Zoo
Genre: Strategie

Spezialität: Umfangreiches Optionsmenü (Computergegner, Spielstärke, Zeitbegrenzung, usw.), komplett in deutsch. Achtung: Lief nicht auf unseren 2000ern!